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Behandlung von Neurodermitis

Das oberste Ziel bei der Behandlung von Neurodermitis sollte es immer sein, die Zahl der akuten Schübe auf ein Minimum zu begrenzen. Um dieses Ziel zu erreichen, sollte zum einen der Kontakt zu bekannten Allergenen gemieden werden, zum anderen die tägliche Pflege der Haut optimiert werden. Auf diese Basispflege sollte höchste Aufmerksamkeit gerichtet werden. Unbedingt muß darauf geachtet werden, dass diese Basispflegeprodukte frei von Duftstoffen, Mineralölen und Emulgatoren sind, da durch diese Zusatzstoffe an der empfindlichen Haut starke Reizungen entstehen können. Die Zusammensetzung und der Aufbau hochwertige Basispflege ist den Lipidstrukturen der natürlichen Hautbarriere nachempfunden (Derma-Membran-System, DMS®)

Es wird eine große Zunahme der Hautfeuchtigkeit (Hydratisierungszunahme) und Rückfettung erreicht, wodurch die natürliche Hautbarriere stabilisiert und regeneriert wird. Wichtige Inhaltsstoffe solcher Produkte sind Glycerin, Mandelöl und hautverwandte Lipidstrukturen wie Triglyceride, Squalan, Ceramide und Phytosterol (Derma-Membran-System).

Besonders empfehlenswert sind Pflegeprodukte mit Mikrosilber als Inhaltsstoff. Wie bereits erwähnt, kommt es bei der Neurodermitis sehr häufig zu bakteriellen Infektionen der Haut, welche die Symptome der Neurodermitis, v.a. den Juckreiz stark erhöhen. Ziel ist es die Haut primär von einer übermäßigen Keimbesiedelung zu entlasten. Mikrosilber bildet nach dem Auftragen über 12 Stunden ein Netz von Silberionen, die auf der Hautoberfläche über die Denaturierung von Proteinen ihre antimikrobiellen und entzündungshemmenden Wirkungen entfalten. Durch die Anwendung von Mikrosilber kommt es zu einer Regulierung der Keimbesiedelung auf der Haut (Flora-Optimierung auf der Haut) und zu einem besonderen Schutz vor vermehrter oder atypischer Besiedelung. Mikrosilber wirkt antibakteriell auf gram+ und gram- Bakterien, wobei der große Vorteil gegenüber verschreibungspflichtigen antibiotikahaltiger Cremes darin liegt, dass es zu keiner Resistenzentwicklung kommt und der Körper nicht belastet wird.

Präparate, die diese anspruchsvollen und äußerst wichtigen Eigenschaften in sich vereinen, finden sich in der Pflegeserie der Firma Hans Karrer. Nach unseren Erfahrungen ist diese noch weitgehend unbekannte Produktlinie eine der Besten auf dem Gebiet der Pflegeprodukte bei atopischen Hauterkrankungen. Unter der Rubrik Produkte erfahren Sie mehr über die einzelnen Präparate.

Als ergänzende und unterstützende Medikamente empfiehlt es sich auch, immer wieder das Schüssler-Salz Nr. 10 Natrium sulfuricum und die spagyrische Mischung "Neurodermitis" kombiniert einzunehmen.
Bei starkem Juckreiz hat sich das Schüssler-Salz Nr. 7 Magnesium phosphoricum als heiße Sieben bewährt. Dazu werden 10 Tabletten In heißem Wasser aufgebrüht und schluckweise getrunken.

Bei der Behandlung von akuten Schüben der Neurodermitis bzw. stärkerer Ekzembildung werden meist cortisonhaltige Cremes oder Salben angewendet, da sie stärker entzündungshemmend wirken und gleichzeitig die überschießende Immunreaktion der Haut unterdrücken. Der große Nachteil von cortisonhaltigen Präparaten ist allerdings, dass sie bei längerer Anwendung zu einer Hautverdünnung (Atrophie) sowie zu Pigmentstörungen führen können.

Des Weiteren können Salben mit den Wirkstoffen Tacrolimus(Protopic®) und Pimecrolimus (Elidel®) verwendet werden. Diese sogenannten Calzineurinhemmer greifen gezielt in das Immunsystem der Haut ein, indem sie die entzündungsfördernden Botenstoffe (Zytokine) blockieren. Der Vorteil dieser beiden Präparate ist, dass sie zu keiner Hautverdünnung führen. Allerdings dürfen sie bei Kindern unter 2 Jahren nicht angewendet werden. Auch Langzeiterfahrungen gerade in Bezug auf Nebenwirkungen liegen bei Tacrolinus und Pimecrolinus noch keine vor. Therapiebegleitend können in jedem Fall immer Antihistaminika zum Einsatz kommen. Diese Präparate werden meist in Tablettenform eingenommen und unterdrücken die Freisetzung von entzündungsförderndem Histamin.

Bei besonders schweren Verlaufsformen der Neurodermitis wird Cortison als Tabletten oder Infusionen gegeben. Cyclosporin A wird auf Grund von Nebenwirkungen nur bei schwersten Formen der Neurodermitis eingesetzt.

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